Attraktivierung des Soldatenberufs:
Bundesheer sammelt Erfahrungswerte

Wien, 14. Februar 2018  - 50 Soldatinnen, Soldaten und Zivilbedienstete aus allen Bereichen des Bundesheeres folgten einer Einladung der Landesverteidigungsakademie und befassten sich im Rahmen eines Workshops zum "sozialen Lagebild" intensiv mit Themen wie Familie, Freizeit und Beruf, Ausbildung und Führung im Österreichischen Bundesheer.

In seinem Begrüßungsstatement betonte der Kommandant der Landesverteidigungsakademie, Generalleutnant Erich Csitkovits, dass gerade dieser Input durch die Bediensteten besonders wertvoll sei, um die "Organisation Bundesheer" weiterzuentwickeln.

Das soziale Lagebild

Das Zentrum für menschenorientierte Führung und Wehrpolitik ist unter anderem für die Erhebung der inneren und sozialen Lage zuständig. Dabei werden mithilfe von Methoden der empirischen Sozialforschung wie z.B. Fragebögen, Einzelinterviews oder Fokusgruppen die Zufriedenheit der Bediensteten, die vorherrschende Motivationslage oder auch die aktuellen Belastungen erhoben.

Anhand dieser Erkenntnisse wird jährlich ein Gesamtbericht erstellt: das soziale Lagebild. Dieses dient der strategischen Führung als Entscheidungsgrundlage, um Veränderungsprozesse zu initiieren und den Soldatenberuf laufend zu attraktiver zu gestalten.

Workshops

Die Teilnehmer des Workshops erhielten durch die Forscher des Zentrums zu Beginn einen Überblick über das aktuelle Lagebild. Der Psychologe Wolfgang Prinz führte beispielsweise aus, dass "das Verhältnis der Soldaten zu den Vorgesetzten stark von Vertrauen und Respekt geprägt ist".

Darüber hinaus wünschen sich die Bediensteten vermehrt Feedback und Anerkennung ihrer Leistungen. Nach diesen Infos erarbeiteten die anwesenden Personen Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Bundesheeres. Wesentliche Ergebnisse dabei waren der Wunsch nach einer Verbesserung der Feedbackkultur, die Bedeutung von Gleichbehandlung aller Personengruppen sowie das Angebot einer Führungsberatung bzw. -begleitung nach der absolvierten Offiziers- oder Unteroffiziersausbildung.

Kommandant Erich Csitkovits bei seiner Begrüßungsrede.

Oberstleutnant Stefan Rakowsky bei seinen Ausführungen.

Teilnehmer des Workshops.