EU-Dolmetscher besuchen Landesverteidigungsakademie und Sprachinstitut


25 Deutsch-Dolmetscherinnen und Dolmetscher  des EU-Parlaments besuchten am Montag die Landesverteidigungsakademie und das Sprachinstitut des Bundesheeres.

Fortbildung in den Fachsprachen

Die aus 16 EU-Staaten stammenden Deutsch-Dolmetscher bewältigen im EU-Parlament alle anfallenden Dolmetschungen aus und in die deutsche Sprache und dolmetschen hiermit natürlich auch die österreichischen EU-Parlamentarier.

Bei den Dolmetschern der EU-Institutionen handelt es sich um hochqualifizierte Personen mit enorm hohen Kompetenzen in der Simultandolmetschung.

Während der Sommermonate finden jeweils in den Zielsprachenländern  zweiwöchige Fortbildungen in den Fachsprachen statt. Die Referatsleiterin "Deutsch" in der Generaldirektion Dolmetschen und Konferenzen, Viviane Ramponi, entschied sich diesmal bei der Österreich-Fortbildung erstmals dazu, auch die Landesverteidigungsakademie und das Sprachinstitut des Bundesheeres um einen Besuch und einen Vortrag anzufragen.

 

Mit großem Interesse folgten die Gäste den Ausführungen von Oberst Nestler.

Vorstellung Landesverteidigungsakademie und Sprachinstitut

Oberst Bruno Nestler, stellvertretender Leiter des Sprachinstituts, stellte den Gästen das Leistungsportfolio des Sprachinstituts sowie die Institute der Landesverteidigungsakademie vor.  Hauptaugenmerk lag dabei auf dem weiten Aufgabenspektrum des Sprachinstituts.  Die Delegation war vor allem von der Terminologiearbeit des Instituts mit den selbst verfassten Militärwörterbüchern und Sprachfibeln  sehr angetan. Um die fachterminologische Kompetenz in der Berufsausübung in Brüssel und Straßburg zu optimieren, wurden den Gästen Wörterbücher als Gastgeschenk überreicht.

Bei einem Rundgang im Sprachinstitut wurde die Delegation abschließend auch vom Institutsleiter, Oberst Thomas Fronek,  begrüßt.

Sicherheitsrelevante Fachsprache für Dolmetscher immer wichtiger

Aus den Fragen und Gesprächen mit den Dolmetschern ging klar hervor, dass der sicherheitspolitisch-militärische Anteil an Fachdolmetschungen  im EU Parlament stark im Wachsen ist und daher  eine militärische Dienststelle in Österreich besucht wurde.

Gerade das Sprachinstitut, das sich in der letzten Zeit noch stärker auf die sicherheitsrelevante Fachsprache konzentriert, war somit der logische Kooperationspartner in dieser Fortbildung. Das Motto des Instituts: "Mehr Sicherheit durch Mehrsprachigkeit" kommt somit auch bei solchen Anlässen zum Tragen.

 

Die Deutsch-Dolmetscherinnen und Dolmetscher des EU-Parlaments zu Besuch am Sprachinstitut des Bundesheeres.

Perspektivenaustausch

Insgesamt erwies sich der Besuch der europäischen Sprachmittler als eine gegenseitige Bereicherung. Mögliche Kooperationen in terminologischer Hinsicht wurden angesprochen und vor allem die hohe Expertise des Sprachinstituts konnte im Lichte der bevorstehenden EU-Ratspräsidentschaft wieder einmal dargestellt werden. Für diese Ratspräsidentschaft beabsichtigt das Sprachinstitut die Bereitstellung eines eigens dafür und interministeriell erarbeiteten Glossars der österreichischen Verwaltungsterminologie.