Der Krieg in Italien von 1943-1945

Romedio Thun-Hohenstein


Das Jahr 1943 begann für Hitlers Deutschland mit der Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad, der im Mai die Kapitulation der italienischen und deutschen Streitkräfte in Tunesien folgte, ca. 270.000 Soldaten gingen dort in die Kriegsgefangenschaft. 1) Die personellen und materiellen Ressourcen des „Deutschen Reiches“ reichten längst nicht mehr aus, die Anforderungen der Ostfront, des Luftkrieges und der Rüstungsindustrie gleichermaßen zu erfüllen.

Für die Alliierten sah die Lage nach dem Tiefpunkt im Sommer 1942 günstiger aus. Allerdings herrschte keine Übereinstimmung über das weitere Vorgehen. Während die Amerikaner so schnell wie möglich direkt nach Deutschland hineinstoßen wollten und deshalb für eine Landung in Nordwestfrankreich noch 1943 plädierten, vertraten die Briten eine mehr indirekte Strategie, wofür sich eine alliierte Landung in Sizilien anbot. Damit verfolgten sie mehrere Ziele: die Zersplitterung und Abnutzung der deutschen Kräfte, die Lösung Italiens aus dem Achsenbündnis und die Sicherung des Mittelmeerraumes.

Bei der Casablanca-Konferenz im Januar 1943 setzten sich die Briten durch, und man beschloss die Landung in Sizilien nach dem Ende der Kämpfe in Tunesien durchzuführen. Was nach der Einnahme Siziliens geschehen sollte, wurde erst auf der „Trident“-Konferenz in Washington im Mai 1943 festgelegt, auf der die Landung in Frankreich für den 1. Mai 1944 beschlossen wurde. Allerdings hielt man daran fest, Italien aus dem Krieg zu bringen, was auch eine Landung auf dem italienischen Festland einschloss. Weil aber zum 1. November 1943 sieben Divisionen und ein großer Teil der Landungsfahrzeuge für die geplante Landung in Frankreich nach Großbritannien überführt werden sollten, beschränkte man damit von vornherein die eigenen Erfolgsaussichten.

Für die geplante Landung in Sizilien wurde der amerikanische General Dwight D. Eisenhower 2) Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte im Mittelmeer, aber der Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte, General Sir Harold Alexander, 3) sowie die Oberbefehlshaber der See- und Luftstreitkräfte, Admiral of the Fleet Sir Andrew Cunningham 4) und Air Chief Marshal Sir Arthur Tedder 5),waren alle Briten. Damit besaßen die Briten zum Ärger Eisenhowers ein deutliches Übergewicht, aber sie waren der Meinung, dies sei angesichts des keineswegs überzeugenden Kampfwerts der Amerikaner eine Notwendigkeit.

Hitler rechnete zwar schon im März 1943 mit dem Verlust Italiens, war aber keineswegs gewillt, den Verbündeten von vornherein abzuschreiben. Allerdings sahen sich die Deutschen außerstande, eine alliierte Landungsoperation schon auf See abzuwehren. Während die Alliierten für die Landungsoperation annähend 3.000 Schiffe aller Art bereitstellen konnten, darunter allein acht Schlachtschiffe und zwei große Flugzeugträger, unterstützt von 4.328 Flugzeugen aller Typen, verfügte die deutsche Luftwaffe über gerade 932 Maschinen, von denen nur 563 einsatzbereit waren, zu denen ca. 450 Flugzeuge der italienischen Luftwaffe traten. Im OKW hielt man eine Landung in Griechenland oder auf Sardinien ebenfalls für möglich, während der italienische Oberbefehlshaber auf Sizilien, Armeegeneral Guzzoni, 6) dagegen eine Landung auf Si-zilien erwartete. Die Streitkräfte der Achsenmächte dort betrugen ca. 28.000 Deutsche und 175.000 Italiener, die sich bis zum Ende der Kämpfe auf 62.000 deutsche und ca. 190.000 italienische Soldaten erhöhen sollte.

Operation „Husky“, 7) der alliierten Landung am 10. Juli 1943, ging ein missglücktes Luftlandeunternehmen der britischen 1st Airborne Division und der 82. U.S.-Airborne Division bei Syrakus und Gela in der Nacht voran, während die Anlandung von See erfolgreich ablief. Die britische 8. Armee unter General Sir Bernard Montgomery 8) landete im Raum Syrakus-Pachino, während die 7. US-Armee unter dem Befehl von Lieutenant General George S. Patton 9) zwischen Licata und Vittoria an Land ging. Am 13. Juli standen bereits 80.000 britische und amerikanische Soldaten auf Sizilien, die sich erbitterte Gefechte mit den deutschen Verteidigern lieferten, während die Mehrzahl der italienischen Truppen als kampffähige Verbände rasch ausschied. Eine schnelle Räumung Siziliens wurde jedoch wegen der möglichen demoralisierenden Wirkung auf den Bündnispartner nicht durchgeführt. Stattdessen wurden innerhalb von fünf Tagen nach der Landung die ursprünglich zwei deutschen Divisionen (Panzerdivision „Hermann Göring“ und 15. Panzergrenadierdivision) auf der Insel durch zwei weitere Divisionen (1. Fallschirmjäger- und 29. Panzergrenadierdivision) mit dem Ziel verstärkt, den Vormarsch des Gegners auf einer Linie Santo Stefano- Catania zum Stehen zu bringen.

Bei den Alliierten sah der ursprüngliche Plan den direkten Stoß Montgomerys über Catania auf Messina vor, während die 7. US-Armee lediglich Flankenschutz geben sollte. Montgomerys Stoß lief sich jedoch bald fest, während Patton von Alexander Handlungsfreiheit erwirkte und mit einem raschen Stoß Palermo in Besitz nehmen konnte. Der Vormarsch auf Messina erwies sich jedoch wegen der zähen und geschickten deutschen Verteidigung als zeitraubende Angelegenheit. Am 31. Juli musste General Guzzoni den Oberbefehl über „alle deutschen und italienischen Truppen in der Kampfzone“ dem General der Panzertruppe Hube 10) überlassen. Das von Misstrauen gekennzeichnete Verhältnis der Achsenpartner verschlechterte sich nach der Absetzung Mussolinis durch den Großrat des Faschismus am 25. Juli ganz erheblich, sodass es mehrfach zu bewaffneten Zwischenfällen kam. Dennoch ist es nicht so, dass alle italienischen Einheiten immer gleich kapitulierten, wie die Deutschen behaupteten, denn im Tagebuch General Pattons liest man unter dem 19. Juli: „The Italians are fighting very well in face of certain defeat. They must crack soon.“ 11) Das sollte zwar bald der Fall sein, aber den Alliierten gelang es trotz ihrer Luftüberlegenheit nicht, die Evakuierung der deutschen Truppen über die Straße von Messina zu verhindern. Allein gegen Sizilien flogen USAAF und RAF insgesamt 8.174 Einsätze, bei denen insgesamt 8.188 Tonnen Bomben abgeworfen wurden. 12)

Im Schutz eines massiven Flakschirms gelang es der deutschen Führung im Rahmen des Unternehmens „Lehrgang“ vom 11. bis 17. August, ungefähr 40.000 Mann mitsamt Fahrzeugen und schwerem Gerät auf das Festland zu transportieren. 13) Die Italiener setzten zwischen dem 3. und 17. August 62.000 Mann über. Die Gründe für das Entkommen der deutschen Truppen lagen v.a. in der mangelnden Abstimmung unter den britischen Oberbefehlshabern, sodass ein Einsatz aller verfügbaren Luftstreitkräfte in der Straße von Messina offenbar nicht erwogen wurde: „At no stage did the three Allied Commanders-in-Chief represent to the Supreme Commander that an emergency, such as would justify the diversion of all available air-strength, had arisen.“ 14) Auch Cunningham hat offenbar einen Vorstoß seiner schweren Seestreitkräfte gegen die Straße von Messina nicht in Erwägung gezogen; 15) möglicherweise stand ihm das Schicksal von Admiral de Robeck in den Dardanellen 1915 vor Augen. 16) Die personellen Verluste bei der Eroberung von Sizilien waren auf beiden Seiten hoch: 4.678 deutsche und 4.325 italienische Soldaten waren gefallen, ge-jeweiligen Verwundetenzahlen betrugen 13.500 bei den Deutschen, 32.500 bei den Italienern sowie 7.939 bei den Briten und 6.470 bei den Amerikanern. 4.583 Deutsche und 40.655 Italiener wurden vermisst, 5.532 deutsche und 116.681 italienische Soldaten gerieten in Gefangenschaft. Für die Alliierten war Sizilien „a truly horrid country in climate, fleas, mosquitos, sand, bugs, mountains, and  inhabitants“, wie General Patton in einem Brief vom 6. August 1943 schrieb. 17)

Nach dem Verlust Siziliens hatten sich die Deutschen längst auf den völligen Abfall Italiens eingestellt. Unter dem Decknamen „Achse“ waren die Besetzung des italienischen Territoriums, die Entwaffnung der königlichen Streitkräfte, die Rücknahme der in Süditalien stehenden deutschen Verbände und das Vorschieben von Großverbänden der Heeresgruppe B unter Generalfeldmarschall Rommel 18) bis zu einer Linie ostwärts Perugia - Porto Civita Nova geplant. 19) Dennoch gingen die Gespräche zwischen Italienern und Deutschen über die gemeinsame Verteidigung zunächst weiter. Nach dem Sturz Mussolinis am 25. Juli 1943 begann die neue Regierung unter Marshall Badoglio Geheimverhandlungen mit den Alliierten, die dann am 3. September zur Unterzeichnung eines „Short Term“-Waffenstillstandes führten, den die Alliierten am 8. September bekannt gaben.

Derweil hatten sich die Alliierten auf der Quadrant- Konferenz in Quebec über das weitere Vorgehen gestritten. Marshall witterte hinter den britischen Vorschlägen deren Balkan-Ambitionen, wo sie offensichtlich den Sowjets zuvorkommen wollten, und betrachtete jede Verstärkung im Mittelmeer als Schwächung von „Overlord“, der geplanten Landung in Nordwestfrankreich. Die sowjetische Bedrohung für ein Nachkriegseuropa sah er als nichtexistent an. Der Chef des britischen Generalstabes, General Sir Alan Brooke, schrieb am 15. August über Marshall: „I entirely failed to get Marshall to realize the relation between cross Channel and Italian operations, and the repercussions which the one exercises on the other.“ 20)

Das Ergebnis war ein Kompromiss, der neben der Ausschaltung Italiens als Kriegsgegner die Gewinnung von Flugplätzen im Raum Rom, die Besetzung Sardiniens und Korsikas und die Aufrechterhaltung eines starken Drucks auf den Gegner vorsah, um günstige Bedingungen für „Overlord“ zu schaffen. Was damit genau gemeint war, blieb unklar, klar war jedoch, dass eine Eroberung Süd- und Mittelitaliens erfolgen würde. Durch den am 8. September von Eisenhower verkündeten Waffenstillstand schied zwar Italien als Kriegsgegner aus, doch konnten die Alliierten keinen Nutzen aus dem Potenzial der kampfmüden italienischen Truppen ziehen. Stattdessen gab Hitler um 20:00 Uhr den Befehl für „Achse“. Dass es keinen ernsthaften Widerstand gegen die von den Deutschen durchgeführte Entwaffnung von immerhin 1.007.000 Soldaten21) gab, lag daran, dass die italienischen Verbände keinerlei entsprechende Befehle erhalten hatten. Versuche, dies am 12. September zu korrigieren, kamen zu spät. Außerdem glaubten die meisten Soldaten, dass der Krieg für sie nun wirklich zu Ende sei. Die von den Deutschen psychologisch geschickt ausgegebene Parole, deshalb einfach nach Hause zu gehen, führte zur Selbstauflösung des italienischen Heeres. Am 3. September landeten die Briten in der Operation „Baytown“ mit der 5. Infanteriedivision und der 1. kanadischen Division des britischen XIII. Korps, Lieutenant- General Sir Miles Dempsey,22) bei Reggio di Calabria und stießen anschließend bei relativ geringem Widerstand der deutschen 26. Panzerdivision und der 29. Panzergrenadierdivision des LXXVI. Panzerkorps, General der Panzertruppe Traugott Herr,23) entlang der beiden Küsten nach Norden vor. Sechs Tage später erfolgte die Landung der 5. US-Armee unter dem Befehl von Lieutenant General Mark Clark24) bei Salerno, Operation „Avalanche“,25) mit zwei britischen und zwei US-Divisionen.

Der von Clarks Stab entworfene Operationsplan sah zwei getrennte Landezonen für die beiden Korps vor und verzichtete wegen des Überraschungsmoments auf eine längere Vorbereitung durch die Schiffsartillerie. Die Briten landeten an einem 10 km breiten Abschnitt auf der Höhe Battipaglia zwischen Maiori und der Sele-Mündung, während der amerikanische Landeabschnitt nur etwa 4 kmbreit war und gegenüber Paestum lag. Zwischen der rechten Flanke der Briten und der linken der Amerikaner lagen fast 18 km. Diese räumliche Trennung der beiden Abschnitte lud die Verteidiger zu einem Vorstoß in diese Lücke geradezu ein, um die gelandeten Briten und Amerikaner dann anschließend einzeln zu vernichten. Die Verteidigung oblag der 16. Panzerdivision, die zum XIV. Panzerkorp gehörte, einer ostfronterfahrenen Division, deren Kampfgruppen unmittelbar nach der Landung zum Gegenangriff antraten.

Am Abend des Landungstages hatten die Briten einen Brückenkopf von gerade 5 Meilen Tiefe gewonnen, während die Amerikaner sich in einem Brückenkopf drängten, der unter permanentem Feuer der Deutschen lag, sodass ihre Truppen an den Stränden erhebliche Verluste erlitten. Erschwerend trat hinzu, dass es der von Kalabrien vorstoßenden 8. Armee Montgomerys nicht gelungen war, die beiden deutschen Divisionen in Süditalien an ihrem geordneten Rückzug zu hindern, geschweige denn zu vernichten. So erreichten die 26. Panzer- und die 29. Panzergrenadierdivision noch vor den Briten den Ring der verteidigenden 16. Panzerdivision um Salerno und griffen dort in die Kämpfe ein. Das galt ebenso für die aus dem Raum Gaeta und Neapel kommenden beiden anderen Divisionen des XIV. Panzerkorps, der Panzerdivision „Hermann Göring“ und der 15. Panzergrenadierdivision, die in Richtung Salerno in Marsch gesetzt wurden.

Während alle deutschen Gegenstöße am 9. und 10. September im Feuer der gegnerischen Artillerie und Schiffsartillerie schließlich liegen blieben, entwickelte sich aus dem mit Kräften von drei Divisionen am 13. und 14. September 1943 vorgetragenen deutschen Angriff eine Krise. Auch der Absprung der 82. U.S.-Airborne Division in der Nacht zum 13. September brachte zunächst keine spürbare Verbesserung der bedrängten Lage des VI. Korps. Am 14. erwog Clark offenbar zeitweise die Wiedereinschiffung der US-Truppen und deren Landung im britischen Sektor oder umgekehrt, wie Commodore Oliver,26) Naval Commander Northern Attack Force, beschreibt: „I protested to Hewitt 27) that re-embarkation of heavily engaged troops from a rather shallow beachhead, followed by disembarkation again, was simply not on, quite apart from other considerations.“

Am 13. September zog General Sir Alan Brooke sogar ein völliges Scheitern in Erwägung: „The Salerno landing in my view seems doomed to failure.“ 28) Dass es nicht dazu kam, lag an der durch die Schiffsartillerie der Kreuzer und Zerstörer verstärkten artilleristischen Überlegenheit der Amerikaner und Briten, die verbissen kämpften, sodass sich die deutsche Gegenoffensive bis zum 16.9. festlief. Mit der Landung der britischen 7th Armoured Division stabilisierte sich bei den Briten die Lage. Schließlich hatte auch Montgomery auf das wiederholte Drängen Alexanders hin seinen Vormarsch beschleunigt, sodass am 16.9. Vorausabteilungen der britischen 5. Infanteriedivision den Ring um Salerno durchbrachen.

Der Ausgang war knapp, und der deutschen Luftwaffe gelang es sogar, mit ferngelenkten Bomben zwei alliierte Kreuzer und das britische Schlachtschiff „Warspite“ schwer zu beschädigen sowie das italienische Schlachtschiff „Roma“ beim Marsch der italienischen Flotte zur Internierung nach Malta zu versenken. Erst die schweren Angriffe gegen deutsche Flugplätze am 16. und 17. September durch etwa 600 Bomber der NASAF (North West African Strategic Air Force) reduzierten die deutschen Luftangriffe nachhaltig und zwangen die Deutschen, ihre verbleibenden Bomber nach Norditalien und Südfrankreich zu verlegen.29) Umgekehrt hatten die alliierten Luftangriffe den Anmarsch der 29. Panzergrenadierdivision um entscheidende Stunden verzögert.30) Am 18. September brachen die Deutschen ihre Angriffe ab, und die 10. Armee zog sich bis Anfang Oktober auf eine Linie Volturno-Mündung - Capua - Termoli zurück.

Die Deutschen hatten immerhin einen Abwehrerfolg errungen, aber es war ihnen nicht gelungen, die bei Salerno gelandeten Alliierten zu zerschlagen. Zudem war man sich nicht über das weitere Vorgehen einig. Während Rommel für eine Verteidigung unter Ausnutzung des nördlichen Apennin plädierte, entschied sich Hitler für eine Verteidigung weit im Süden, entlang der Linie Gaeta- Ortona. Rommel erfuhr dies zu seiner Überraschung erst am 6. November im Führerhauptquartier, wo ihm eröffnet wurde, dass er nun zum Oberbefehlshaber eines neuen Heeresgruppenkommandos z.b.V. zur Abwehr eines alliierten Landungsversuchs in Nordwestfrankreich ernannt worden sei. Goebbels triumphierte, hatte er doch Rommel in seinen Tagebüchern als „innerlich gebrochen“ bezeichnet, der den Krieg „von der defaitistischen Seite aus“ betrachte.31) Neuer Oberbefehlshaber Südwest wurde Generalfeldmarschall Albert Kesselring.32)

Die Alliierten hatten ihr Hauptziel verfehlt: das Abschneiden der deutschen Divisionen in Süditalien. Die Gründe dafür waren breit gestreut. Clark wie Alexander hatten es versäumt, den Plan für „Avalanche“ auf seine innere Stringenz hin zu prüfen, denn die große Lücke zwischen den beiden Landungsabschnitten entpuppte sich als fatal. Ebenso war der Absprung der 82. U.S.-Airborne Division verfehlt, er geschah zu spät und am falschen Ort. Eine amphibische Landung oder auch der Massenabsprung dieser kampfkräftigen Division in der Lücke zwischen den beiden Korps hätte sich sofort bemerkbar gemacht. Clark zeigte sich keineswegs auf der Höhe, was das Ergreifen taktischer Gelegenheiten betraf, aber dies galt noch mehr für Dawley, den Clark schließlich etwas widerwillig als Sündenbock seines Kommandos enthob.33) Clarks Misstrauen gegenüber den Briten verfestigte sich nach „Avalanche“. Hinzu kam, dass er der festen Überzeugung war, die eigene Luftwaffe habe ihn bis zum 14. September hängen lassen. Weil Tedder und Air Vice Marshal Coningham, der Befehlshaber der 1st Allied Tactical Air Force, Briten waren, machte Clark die Briten, die er permanent der Überheblichkeit verdächtigte, dafür verantwortlich. Alexander wiederum versäumte es, die Schwachpunkte von „Avalanche“ mit seiner Autorität als Befehlshaber zu ändern. Als die Lage bedrohlich wurde, befahl er weder Clark den sofortigen Einsatz der verfügbaren 82. U.S.-Airborne Division noch Montgomery den schnellstmöglichen Vormarsch in Richtung Salerno.34) Montgomery hatte Clark vor dem Beginn der Operationen gesagt, er solle sich um Alexander nicht weiter kümmern, was Clark gerne annahm, mit negativem Resultat.35) Clark war ein ausgezeichneter Stabsoffizier, aber kein hervorragender Truppenführer. Die Soldaten der beiden US-Divisionen waren unerfahren, zusammengewürfelt und auf der taktischen Ebene schlecht geführt. „Most officers from replacement depots  report soft and unprepared for the arduous task of leading a platoon in combat. The results is that they break down under stress and strain of battle and whole units become disorganised.“ 36)

Die Deutschen hingegen waren der Ansicht, dass sie v.a. den Amerikanern weit überlegen waren, sodass Kesselring meinte, ein deutscher Soldat wiege drei USSoldaten auf, und die Zahlen schienen ihm recht zu geben: Zwischen dem 9. und 18. September verloren die Alliierten 6.958, nach anderen Zahlen sogar 8.659 Gefallene, Verwundete und Vermisste, denen ca. 3.500 deutsche Verluste gegenüber standen.37)

Während sich die Deutschen bis Mitte November auf die so genannte „Bernhardlinie“ zurückzogen, ging der weitere alliierte Vormarsch nur zäh voran. Die Gründe dafür lagen zunächst v.a. im Terrain. Italien wird hauptsächlich von der 1.400 km langen Gebirgskette des Apennin geprägt, der sich mit Höhen bis zu 3.000 m und mit Seitenausläufern zur Adria und zum Tyrrhenischen Meer hin erstreckt. Bei einem dieser Ausläufer zwischen Gaeta und Ortona existierten nur wenige Straßen, die im Winter kaum oder schlecht passierbar waren. Straßenverbindungen zwischen Adria und Tyrrhenischem Meer gab es nur zwischen Neapel und Termoli und zwischen Rom und Pescara. Ein Vormarsch motorisierter Truppen war daher nur in den schmalen Küstenstreifen möglich, die im Westen eine Breite von 40 km und im Osten von 20 km aufweisen. Die Topographie begünstigte den Verteidiger, und dies wurde noch durch im Herbst und Winter reißende Flüsse verstärkt, die sowohl nach Westen wie auch nach Osten fließen. In dieser Jahreszeit ließen schwere Regenfälle sämtliche unbefestigten Wege und Straßen, die keinen felsigen Untergrund besaßen, im Schlamm versinken. Die ab November in den höheren Lagen einsetzende Kälte führte schließlich zu einem Gebirgskrieg, auf den die Alliierten nicht vorbereitet waren.

Den an der Adriaküste vorstoßenden Briten gelang zwar bis Anfang Januar 1944 der Übergang über den Sangro und der Einbruch in die Bernhard-Stellung, aber Montgomery nutzte diesen Erfolg nicht weiter aus; vielmehr musste er Ende Dezember 1943 den Oberbefehl über die 8. Armee an General Sir Oliver Leese38) abgeben, um den Oberbefehl über die Landstreitkräfte für „Overlord“, die Invasion in der Normandie, zu übernehmen. Clarks 5. US-Armee wiederum war Mitte November derart abgekämpft, dass er nach zweiwöchiger Kampfpause erst am 1. Dezember die Operationen wieder aufnahm, jedoch bis zum 15. Januar 1944 kaum Boden gewann.

Dies war die Ausgangslage für Alexanders Operationsbefehle vom 12. Januar 1944 mit dem etwas euphemistischen Titel „Schlacht um Rom“, in denen der Angriff der 5. US-Armee Richtung Liri-Tal zum Durchbruch durch die „Gustavlinie“ führen sollte. Weil der Verbleib der britischen Panzer-Landungsboote (LST - Landing Ship Tank) zunächst noch bis zum 20. Januar 1944 vorgesehen war,39) plante Alexander parallel zur Landoffensive eine Landung von zwei Divisionen im Rücken der Deutschen bei Anzio - Operation „Shingle“.40) Dadurch sollten die Deutschen zum Abzug ihrer Reserven nach Norden gezwungen werden, die 5. US-Armee sollte sich danach mit den gelandeten Kräften vereinigen, und zusammen wollte man die Masse des deutschen XIV. Panzerkorps vernichten und Rom einnehmen.

Um jedoch auf Rom vorzustoßen, musste die 5. Armee das etwa 10 km breite Liri-Tal gewinnen, das sich von Nordwesten nach Südosten erstreckt, jedoch im Süden und Norden von Bergen flankiert wird, die sich in der Hand der Deutschen befanden. Die niedrigste Erhebung ist 300 m hoch, die höchste, der Monte Cairo, 1.700 m und einen Teil des Jahres mit Schnee bedeckt. Durch das Liri-Tal und die Stadt Cassino führt auch die Straße Nr. 6, die alte Via Casilina, die Rom mit Neapel verbindet. Die Deutschen hatten in Anlehnung an die Flussläufe des Rapido, Gari und Garigliano eine zum Teil in der Tiefe gestaffelte Verteidigungslinie mit festen Stützpunkten errichtet, die in der Talsohle hinter den Flussläufen und auf den Gratstellungen im Gebirge lagen. Außerdem konnte man das Liri-Tal durch Schließen des Dammes über den Rapido überschwemmen.

Was nun folgte, war eine der längsten und erbittertsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges, die an den Stellungskrieg des Ersten Weltkrieges erinnerte:41) ein vier Monate andauerndes, frontales Anrennen der Alliierten gegen die deutsche Cassino-Stellung. Zunächst griffen die Briten mit der 5. und 56. Infanteriedivision des X. Korps in der Nacht zum 17. Januar an, und ihnen gelang auch der Übergang über den Garigliano, der sorgfältig vorbereitet und geübt worden war. Nur mit einem improvisierten Gegenangriff durch Entblößung anderer Frontteile konnten die Deutschen den Angriff schließlich zum Stehen bringen. Ein größerer Erfolg im Süden Cassinos wurde jedoch durch den gescheiterten Versuch der links neben dem II. US-Korps eingesetzten 46. Infanteriedivision der Briten verhindert, die zwar kurzfristig einen Brückenkopf auf dem anderen Ufer des Garigliano bilden konnten, sich dann aber unter schweren Verlusten zurückziehen mussten. Den höchsten Blutzoll zahlte die 36. US-Infanteriedivision, deren Versuch, zwischen dem 20. und 23. Januar den Rapido bei St. Angelo zu überschreiten, mit einem Fiasko und dem Verlust von über 2.000 Soldaten endete.42)

Damit war der Versuch, die deutsche Front zu durchstoßen, gescheitert und eine der Voraussetzungen für eine Landung bei Anzio, die in den Morgenstunden des 22. Januar begann, nicht erfüllt.

Die Landung selbst wurde zu einer vollständigen Überraschung, weil die Deutschen die Alliierten in der Nähe von Rom erwartet hatten. Die Truppen des VI. US-Korps, Major General Lucas,43) die aus der 3. US-Infanteriedivision, zwei Regimentern der 1. USPanzerdivision, der britischen 1. Infanteriedivision und zwei britischen Kommandos bestanden, konnten unbehelligt an Land gehen und einen Brückenkopf bilden. Statt nun sofort ins Landesinnere vorzustoßen und durch energische Aufklärung Richtung Albaner Berge - Campoleone - Cisterna die Bedingungen zum Abschneiden der deutschen Cassino-Front zu schaffen, wie es Alexander mehrfach gegenüber Lucas gefordert hatte, konsolidierte dieser zunächst den Brückenkopf. Dadurch wurde wertvolle Zeit vertan, die den Deutschen Gelegenheit zum Gegenangriff gab. Weil bis dahin keine deutschen Truppen im Raum Anzio standen, dauerte es einige Tage, bis 27 Bataillone von insgesamt zwölf verschiedenen Divisionen in den Raum Anzio geworfen und der 14. Armee unterstellt wurden. Nach ständigem Drängen von Clark und Alexander begann Lucas endlich am 30. Januar 1944 mit einem Großangriff, nachdem noch die 45. US-Infanteriedivision zugeführt worden war. Der Angriff, schlecht geplant und ohne sorgfältige Erkundung des Terrains mit zwei auseinanderdriftenden Angriffsspitzen ausgeführt, lief sich bis zum 1. Februar fest.44)

Damit war auch der zweite Eckpfeiler der alliierten Planung zusammengebrochen, die ja die Vereinigung der gelandeten Truppen des VI. US-Korps mit den Angriffsspitzen der vom Süden vorstoßenden 5. US-Armee vorgesehen hatte. Die Deutschen vermochten zwar die gelandeten Kräfte der Alliierten abzuriegeln, aber alle Versuche in den nächsten Wochen, sie wieder ins Meer zu werfen, scheiterten an der artilleristischen Überlegenheit und der Luftherrschaft der Alliierten45) - darin wiederholten sich die Erfahrungen von Sizilien und Salerno. Es sollte jedoch 125 Tage dauern, bis den Alliierten der Ausbruch aus dem Brückenkopf gelang, in dem sich bereits 14 Tage nach der Landung über 70.000 Mann und 18.000 Fahrzeuge befanden, was Churchill zu erregten Demarchen veranlasste. Lucas wurde schließlich am 22. Februar seines Kommandos enthoben und durch Major General Lucian Truscott46) ersetzt.

An der Cassino-Front hatte das ständige Anrennen gegen die deutschen Stellungen zu derartigen Verlusten geführt, dass das II. US-Korps nach dreiwöchigen Kämpfen am Ende war. Diese Erkenntnis sickerte nur langsam nach oben durch, denn die alliierten Befehlshaber „verirrten“ sich praktisch nie an die Front und besaßen keine Vorstellung von den Bedingungen, unter denen ihre Soldaten kämpfen mussten. Die Bataillons- und Kompaniestärken sanken teilweise bis auf 40% des Sollbestandes ab, bei den Deutschen betrug die Bataillonstärke etwa der 44. Infanteriedivision Anfang Februar gerade noch knapp 180 Mann.47) Durch die Bildung des neuseeländischen Korps unter dem Befehl des beim Durchbruch von El Alamein bewährten Lieutenant-General Bernard Freyberg48) mit der neuseeländischen 2. und der indischen 4. Division, die von der britischen 8. Armee in den Abschnitt des II. US-Korps verlegt wurden, hoffte Alexander doch noch den Durchbruch zu erkämpfen. Alexander und General Sir Henry Wilson,49) Eisenhowers Nachfolger als Oberkommandierender im Mittelmeerraum, saßen Churchill im Nacken, der durch den doppelten Stillstand der Operationen bei Cassino und Anzio über kurz oder lang eine Reduzierung des amerikanischen Engagements im Mittelmeer zugunsten von „Overlord“ befürchtete. Andererseits waren die britischen Chiefs of Staff der Ansicht, dass man statt der zusätzlich zu Overlord geplanten Landung in Südfrankreich alle Anstrengungen auf Italien konzentrieren sollte.50) Das aber erforderte zwingend einen Erfolg, den nun die Neuseeländer und Inder bringen sollten.

Statt den ursprünglich geplanten nördlichen Umfassungsangriff über den Monte Castellone zu versuchen, griff Freyberg mit der 4. indischen Division die deutschen Stellungen frontal in den Cassino-Bergen an, während die Neuseeländer die Stadt Cassino einnehmen sollten. An eine Entfaltung in Divisionsstärke war jedoch nicht zu denken, meist konnten nur ein oder zwei Bataillone eingesetzt werden, die von den Deutschen in der Abwehr oder im Gegenangriff einzeln zerschlagen wurden. Dabei war das Kloster selbst längst zu einer Art „bete noire“ der Alliierten geworden, die, von allen Seiten sichtbar, wie ein drohendes Menetekel empfunden wurde. Freyberg und der Kommandeur der 4. indischen Division, Major-General Tuker,51) gingen davon aus, dass die Deutschen längst das Kloster als Beobachtungspunkt nutzten, und waren überzeugt davon, dass sich deutsche Soldaten innerhalb der Klostermauern befanden. Tatsächlich aber war dies nicht der Fall, allerdings befanden sich mehrere deutsche Stellungen nur etwa 300 m vom Fuß des Klosters entfernt. Freyberg verlangte ultimativ die Zerstörung des Klosters, Clark war jedoch skeptisch, zumal Keyes, der Befehlshaber des II. US-Korps, die Bombardierung nicht nur für unnötig, sondern sogar für kontraproduktiv hielt.52)

Das Problem mit Freyberg war jedoch, dass in der neuseeländischen Division ein großer Teil der waffenfähigen Männer des Landes diente und Freyberg damit direkt der neuseeländischen Regierung gegenüber verantwortlich war. Mit Rücksicht auf Freybergs besondere Stellung erhielt schließlich die alliierte Luftwaffe den Befehl, das Kloster zu zerstören.53) Clark erklärte jedoch Alexander, wenn es sich bei Freyberg um einen amerikanischen General gehandelt hätte, er ihm die Genehmigung dafür nicht erteilt hätte.54) Der Angriff erfolgte am 15. Februar mit 140 schweren und 112 mittleren Bombern, die in mehreren Wellen angriffen und das Kloster mit ca. 576 Tonnen Bomben völlig zerstörten. Weil Freyberg jedoch die indische 4. Division nicht unmittelbar nach der Zerstörung des Klosters angreifen ließ, verpuffte die Wirkung des Luftangriffs, und die Deutschen richteten sich in den Klosterruinen sogleich zur Verteidigung ein.55) Alle Versuche des neuseeländischen Korps, die deutschen Stellungen bei Monte Cassino zu durchbrechen, scheiterten unter schweren Verlusten, und am 18. Februar flauten die Kämpfe ab.

Für die Deutschen war dies zwar ein erneuter Abwehrerfolg, aber die Hoffnungen auf die Zerschlagung des Anzio-Brückenkopfs erfüllten sich nicht. Stattdessen banden die alliierten Kräfte bei Anzio Anfang März mit den LXXVI. Panzerkorps und dem I. Fallschirmkorps neun Divisionen und drei Regimenter, und dies entsprach damit teilweise Brookes Strategie, so viele deutsche Großverbände in Italien zu binden wie möglich. Das focht jedoch Churchill wenig an, der ständig drängte und zu Anzio sagte: „We hoped to land a wildcat that would tear out the bowels of the Boche. Instead we have stranded a vast whale with its tail flopping about in the water.“ 56)

Das schlechte Wetter mit schwersten Regenfällen in der Ebene und Schneestürmen in den Bergen verzögerte die Wiederaufnahme der alliierten Offensive bis zum 15. März, u.a., weil die Flugplätze im Raum Foggia unter Wasser standen. Am 15. März versuchte das neuseeländische Korps erneut einen Frontalangriff, nachdem am Vormittag über der Stadt Cassino ca. 1.140 Tonnen Bomben abgeworfen worden waren, während die Artillerie von 12:30 bis 20:00 Uhr nahezu 195.969 57) Granaten mit einem Gesamtgewicht von 1.200 Tonnen auf die Stadt und den Klosterberg verschoss, was etwa 444 Granaten in der Minute oder 7 pro Sekunde entspricht. Die angreifenden Neuseeländer erwarteten nach diesem Bombardement keinen Widerstand und waren mehr als überrascht, dass überhaupt Deutsche dieses Inferno überlebt hatten. Im erbitterten Widerstand der Überlebenden des II. Bataillons58) des Fallschirmjägerregiments 3 blieb der Angriff immer wieder liegen, behindert durch die zahllosen Bombentrichter, die das Gelände für Panzer nun fast unpassierbar machten, und durch den kolonnenweisen Einsatz der beiden Divisionen des neuseeländischen Korps.59) Zwar eroberten die Inder den Galgenberg, konnten sich aber dort nur mit äußerster Mühe halten, weil die Deutschen immer wieder zum Gegenangriff antraten.

Am 23. März 1944 ließ Alexander den Angriff einstellen, und die Truppen zogen sich von den eroberten Höhen zurück. Bis zur nächsten Offensive sollten sieben Wochen vergehen, denen eine massive Luftoffensive der Alliierten voranging, bei der in 21.688 Einsätzen 25.373 Tonnen Bomben abgeworfen wurden.60) Das Ziel, damit den deutschen Nachschub zu unterbinden, wurde jedoch nicht erreicht, weil die Deutschen ihren Nachschub v.a. nachts und bei schlechtem Wetter nach vorne brachten. Der dann folgende alliierte Angriff, Operation „Diadem“, entfaltete sich auf einer 32 km breiten Front vom Tyrrhenischen Meer bis nördlich von Cassino. Dabei traten insgesamt elf Divisionen, vier Panzer- und eine Infanteriebrigade an, während sich mittlerweile sechs Divisionen im völlig überfüllten Landekopf bei Anzio drängten. Diesen Kräften standen auf deutscher Seite elf Divisionen der 10. und sieben der 14. Armee gegenüber.

Den schwierigsten Auftrag hatten die beiden polnischen Divisionen zu erfüllen, die Cassino angreifen sollten. Leese, der Oberbefehlshaber der 8. Armee, hatte Lieutenant-General Anders,61) dem Kommandieren General des polnischen Korps, am 24. März 1944 zehn Minuten Bedenkzeit gegeben, ob er den Angriff dort durchführen würde, und ihm gesagt, dass dieser Auftrag der schwierigste sei. Anders hatte ja gesagt, obgleich er wusste, was ihm bevorstand. Dies v.a., um sowjetischen Behauptungen entgegenzutreten, die Polen würden nur an ungefährlichen Frontabschnitten kämpfen.62)

Der materielle Aufwand der Alliierten war gewaltig, aber die Entscheidung fiel in den Aurunci-Bergen, wo das französische Expeditionskorps 63) unter General Alphonse Juin 64) angriff. Alexander und Clark hatten dem kühnen Vorschlag Juins zugestimmt, durch die als völlig unwegsam geltende Gebirgskette anzugreifen. Weder die alliierten Befehlshaber noch die Deutschen hielten einen Angriff dort für möglich, und die deutsche Front war dort ziemlich ausgedünnt.

Der Beginn der Operation „Diadem“ in der Nacht vom 11./12. Mai 1944 war für die Deutschen eine vollständige Überraschung. Doch während die Polen in erbitterten Kämpfen praktisch Felsbrocken um Felsbrocken, Widerstandsnest um Widerstandsnest einnehmen mussten und die Briten sich nach dem Übergang über den Rapido meterweise durch die deutschen Linien „fraßen“, gelang Juins Marokkanern und Algeriern der Durchbruch. Am 17. Mai erkannte Kesselring, dass seine Front durchbrochen war, und in der Nacht zum 18. Mai räumten die deutschen Fallschirmjäger Stadt und Klosterberg, den die Polen der 3. Karpatenschützen-Division am 18. Mai einnahmen. Am 15. Mai hatte auch das II. US-Korps die „Gustavlinie“ durchbrochen, und am 25. Mai stieß die 5. US-Armee durch den so genannten „Senger-Riegel“65) bei Pico - Pontecorvo und vereinigte sich mit dem am 23. Mai aus dem Anzio-Brückenkopf ausgebrochenen VI. US-Korps Truscotts. Dessen Ziel war die Via Casilina im Raum Valmontone, um den Rückzugsweg der deutschen 10. Armee zu blockieren. Damit war die Chance zum Abschneiden zumindest von Teilen dieser Armee gegeben, doch ungeachtet der Proteste66) von Major General Harmon,67) dem Kommandeur der 1. US-Panzerdivision, und Major General O’Daniel,68) dem Kommandeur der 3. US-Infanteriedivision, ließ Clark das VI. Korps nach Rom vorstoßen, was die 10. Armee wohl vor der Vernichtung bewahrte und den Krieg in Italien wesentlich verlängerte. Am 4. Juni 1944 gelangten die ersten Vorausabteilungen von Clarks Truppen nach Rom, der sich dort als Sieger feiern ließ und Pattons Einschätzung Clarks vom 10.1.1943 bestätigte, als dieser schrieb: „His whole mind is on Clark.“ 69)

Alexander hätte diese Abänderung des Operationsplans, die ausschließlich auf Clarks Eitelkeit und Ruhmsucht gründete, niemals hinnehmen dürfen. Ebenso schwer wog, dass Alexander nicht den Befehl zur Verfolgung der deutschen Kräfte gab, die jetzt auch steigende Verluste durch die alliierten Luftstreitkräfte hinnehmen mussten, weil die Absetzbewegungen der gegnerischen Luftwaffe endlich die ersehnten Ziele gaben. Insofern war die alliierte Luftoffensive während „Diadem“ wesentlich erfolgreicher als „Strangle“, was nicht nur auf die höhere Zahl von 30.079 Einsätzen zurückzuführen ist.70) Noch schwerer in der Liste der verpassten Chancen aber wog, dass die alliierte 15th Army Group in Italien zwei US-Divisionen und das französische Expeditionskorps mit vier Divisionen für „Dragoon“, die Landung in Südfrankreich, abgeben musste, sodass Alexander den geplanten alliierten Großangriff der 5. US-Armee und der britischen 8. Armee beiderseits des Futa-Passes nicht durchführen konnte.

Die Deutschen zogen sich in den nächsten Wochen unter schweren Kämpfen vor den langsam nachdrängenden Alliierten zurück, bis sie am 31.8.1944 zum Teil die so genannte „Grün-Linie“ erreichten, die von Cinquale bis Pesaro lief. Am 25. August 1944 verfügte Kesselring über 29 Divisionen, gegenüber 20 alliierten Divisionen. Allerdings relativiert sich diese zahlenmäßige Überlegenheit durch die bessere materielle Ausstattung der alliierten Divisionen. Zudem mussten die Deutschen immer einige Divisionen zum Schutz ihrer Nachschubwege abstellen, anglich.

Die Hoffnungen Alexanders und Wilsons, nach Durchstoßen der „Grün-Linie“ noch vor dem Herbst die Po-Ebene zu erreichen und eventuell doch noch durch die Laibacher Pforte in das Deutsche Reich vorzustoßen, erfüllten sich nicht. Zwar konnte die 8. Armee zwischen dem 25. August und dem 21. September nach mit äußerster Erbitterung geführten Kämpfen Rimini einnehmen, während die am 1. September angetretene 5. US-Armee am 1. Oktober versuchte, Bologna zu nehmen. Doch der mit Einsatz aller Reserven vorgetragene Angriff blieb schließlich am 20. Oktober 14 km vor Bologna liegen, und die abgekämpften US-Verbände stellten sich auf das Überwintern im Apennin ein. Die Briten konnten dagegen an der Ostküste weiter vordringen, sodass die Front am 15. Januar 1945 auf einer Linie Valli di Commachio - Imola - Ligurisches Meer verlief.

Erst am 9. April 1945 begann dann die letzte alliierte Großoffensive in Italien, Operation „Grapeshot“, bei der zunächst die 8. Armee auf Ferrara vorstieß, um die deutschen Kräfte zu vernichten, die zwischen dem angreifenden britischen V. Korps, Lieutenant-General Sir Charles Keigthley,71) und dem südlichen Ufer des Po standen. Unterstützt wurde der Angriff von der bis dahin auf dem italienischen Kriegsschauplatz größten Konzentration von Luftstreitkräften, Operation „Buckland“, zu denen neben den Kräften der MAAF (Mediterranean Allied Air Force) auch die schweren Bomber der 15th USAAF (U.S. Army Air Force) traten.72) Bereits am 14. April brach der deutsche Widerstand vor dem V. britischen Korps zusammen. Die am 14. April angetretene 5. US-Armee, die jetzt auch über eine Gebirgsdivision verfügte, durchstieß am 20. April die Berge, und am 21. April fiel Bologna. Ende April hörte die deutsche Heeresgruppe C praktisch auf zu bestehen, Munition und Betriebsstoff waren nahezu aufgebraucht. Am 29. April unterzeichnete Oberstleutnant i.G. v. Schweinitz für Generaloberst v. Vietinghoff73) als OB Südwest und HGr C die bedingungslose Kapitulation im alliierten Hauptquartier in Caserta, die am 2. Mai um 14:00 Uhr in Kraft trat. SS-Sturmbannführer Wenner unterzeichnete für SS-Obergruppenführer Wolff, den höchsten SS- und Polizeiführer und bevollmächtigten General der Wehrmacht in Italien. Für die Alliierten unterzeichnete General William Morgan, der Chef des Generalstabes von Feldmarschall Alexander.

Die Verluste auf beiden Seiten waren hoch: Für die deutsche Seite schwanken die Angaben zwischen 415.61574) und 536.00075) Gefallenen, Verwundeten und Vermissten, für die 5. US-Armee betrug die Zahl 188.746 und für die britische 8. Armee 123.254.76) Für die italienische Seite betrugen die Verluste nach Angaben der italienischen Regierung vom 8. September 1943 bis zum 8. Mai 1945 87.030 gefallene, vermisste oder gestorben Soldaten, während bis zum 8. September 1943 bereits 204.436 Soldaten gefallen, vermisst oder gestorben waren. 77) Dazu kamen während des ganzen Krieges 153.147 getötete Zivilisten, von denen 123.119 nach dem 8. September 1943 umkamen, davon allein 42.613 durch Luftangriffe. 78) In diesen Zahlen sind 8.562 ermordete Juden enthalten.

 

 


ANMERKUNGEN:

1) Gerhard Schreiber: Das Ende des nordafrikanischen Feldzuges und der Krieg in Italien 1943 bis 1945. In: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, Bd. 8, im Auftrag d. Militärgeschichtlichen Forschungsamtes hrsg. v. Karl-Heinz Frieser, München 2007, S.1109.

2) Dwight D. Eisenhower, 1890-1969, 34. Präsident der USA 1953-1961, SupremeAllied Commander Mediterranean bis Dezember 1943. Zu Eisenhower siehe Stephen E. Ambrose, Eisenhower. Soldier and President, New York 1990.

3) General, später Field Marshal The Honourable Sir Harold Alexander, GCB, CSI, DSO, MC, 1891-1969. Zu Alexander, dem späteren Earl of Tunis siehe Nigel Nicolson, „Alex“. Life of Field Marshal Earl Alexander of Tunis, London 1973.

4) Admiral of the Fleet Sir Andrew Cunningham, 1st Viscount Cunningham of Hyndhope, 1883-1963. Zu Cunningham siehe Michael Simpson, A Life of Admiral of the Fleet Sir Andrew Cunningham. A Twentieth Century Naval Leader, London 2004.

5) Arthur Tedder: 1st Baron Tedder of Glenguin, 1890-1967. Zu Tedder siehe Vincent Orange, Tedder. Quietly in Command, London-Portland 2004.

6) Alfredo Guzzoni, 1877-1965. 1943 OB 6. italienische Armee auf Sizilien.

7) Zu den alliierten Operationen grundlegend The Mediterranean and Middle East vol. 5: The Campaign in Sicily 1943 and the Campaign in Italy 3rd September 1943 to 31st March 1944, by C.J.C. Molony, London 1973.

8) General, später Field Marshal Sir Bernard Montgomery, 1st Viscount Montgomery of Alamein, 1887-1976. August 1942-Dezember 1943 OB 8th Army, Dezember 1943-Mai 1945 OB 21st Army Group. Zu Montgomery siehe v.a. Nigel Hamilton: Monty. Master of the Battlefield, London 1984; sowie Nigel Hamilton: The Full Monty. Montgomery of Alamein 1887-1942, London 2001.

9) Lieutenant General, später General of the Army George S. Patton, 1885-21.12.1945. Juli-August 1943 OB 7. US-Armee, danach kein aktives Frontkommando wegen des so genannten „slapping incidents“, als Patton am 3.8.1943 bei einem Besuch eines Lazaretts auf Sizilien einen Soldaten ohrfeigte, den er fälschlich der Feigheit und Drückebergerei beschuldigte. 1.8.1944-Mai 1945 OB 3. US-Armee. Zu Patton siehe Carlo d’Este, Patton. A Genius for War, New York 1995.

10) Hans Valentin Hube, 1890-21.4.1944 (Flugzeugabsturz). September 1942 KG (Kommandierender General) des XIV. Pz.Korps in Stalingrad, ausgeflogen 18.1.1943, 31.7.1943 Befehlshaber aller deutschen und italienischen Truppen auf Sizilien, Oktober 1943 OB (Oberbefehlshaber) 1. Panzerarmee.

11) The Patton Papers 1940-1945, ed. by Martin Blumenson, Boston 1974, reprint 1996, S.293.

12) William Wolf: American Fighter-Bombers in World War II. USAAF Jabos in the MTO and ETO, Atglen 2003, S.191.

13) Josef Schröder: Italiens Kriegsaustritt 1943. Die deutschen Gegenmaßnahmen im italienischen Raum: Fall „Alarich“ und „Achse“, Göttingen, Zürich 1969, S.263.

14) S. Roskill: The War at Sea HMSO 1960, Vol.3, Part 1, S.145.

15) Allein die britische Mittelmeerflotte verfügte zu diesem Zeitpunkt über sechs Schlachtschiffe, zwei große Flugzeugträger, sechs Geleitträger, zehn Kreuzer, sechs Flakkreuzer und 27 große Zerstörer. Corelli Barnett: Engage The Enemy More Closely. The Royal Navy in the Second World War, London 1991, S.662.

16) Beim Angriff auf die türkischen Positionen in den Dardanellen am 18. März 1915 verlor Admiral de Robeck drei Linienschiffe durch Minentreffer, während zwei weitere durch Artilleriefeuer schwer beschädigt wurden. Robert Massie: Castles of Steel. Britain, Germany, and the Winning of the Great War at Sea, New York 2003, S.457-464.

17) Patton Papers, S.314.

18) Generalfeldmarschall Erwin Rommel, 1891-1944 (zum Selbstmord gezwungen 14.10.1944). 17.8.1943 OB Heeresgruppe B in Norditalien, ab November 1943 in Nordwestfrankreich. Zu Rommel siehe u.a. David Fraser: Knight’s Cross. A Life of Field Marshal Erwin Rommel, New York 1994; sowie Maurice Philipp Remy: Mythos Rommel, München 1992.

19) Die Planungen für „Achse“ wurden am 30. August detailliert geregelt. Schröder, S.215f.

20) Field Marshal Lord Alanbrooke: War Diaries 1939-1945, ed. by Alex Danchev and Daniel Todman, London (paperback ed.) 2002, S.442.

21) Schreiber, S.1123.

22) General Sir Miles Dempsey, 1896-1969. Dezember 1942-Januar 1944 KG brit. XIII Corps, Januar 1944-August 1945 OB brit. 2nd Army.

23) General der Panzertruppe Traugott Herr, 1890-1976. Juli 1943-Februarder 14. Armee (24.11.-16.12.1944), Februar-Mai 1945 Führer der 10. Armee. Vgl. auch Dermot Bradley et Al.: Die Generale des Heeres 1921-1945, Bd.5., Osnabrück 1999.

24) General Mark Wayne Clark, 1896-1984. November 1942-Dezember 1944 OB 5. US-Armee, Dezember 1944-Mai 1945 OB 15th Army Group, danach OB Allied Forces Italy. März 1945 jüngster 4-Sterne General der US-Armee. Clark schrieb relativ apologetische Memoiren: Mark W. Clark: Calculated Risk, New York 1950.

25) Zur Landung bei Salerno siehe u.a. Des Hickey, Gus Smith: Operation Avalanche. Salerno Landings 1943, London 1983; sowie Erich Morris: Salerno. A Military Fiasco, London 1983.

26) Zitiert nach Barnett, S.678.

27) Vice Admiral H. Kent Hewitt, 1887-1972. Bei „Avalanche“ Allied Naval Commander Western Task Force.

28) Lord Alanbrooke: War Diaries, S.452.

29) Wolf, S.197.

30) Ian Gooderson: Air Power at the Battlefront. Allied Close Air Support in Europe 1943-45, London 1998, S.213. Allein die USAAF flog vom 18.8.- 20.9.1943 9.527 Einsätze. Wolf, S.198.

31) Joseph Goebbels: Die Tagebücher von Joseph Goebbels, hrsg. v. Elke Fröhlich im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte Teil 2: Diktate 1941-1945, 15 Bde. München 1993-1996, Bd. 10, S.180, v. 27.10.1943.

32) Generalfeldmarschall Albert Kesselring, 1885-1960. OB Süd 1941, 1943 bis Kriegsende OB Südwest mit Unterbrechungen, zugleich OB HGr C. 1947 v. brit. Militärgericht zum Tode verurteilt, Umwandlung in 21 Jahre Haft, wegen Krankheit 1952 entlassen.

33) Dominick Graham, Shelford Bidwell: Tug of War. The Battle for Italy 1943-1945, Paperback, ed. Barnsley 2004 (1st ed. 1986), S.99.

34) Graham, Bidwell: Tug of War, S.98.

35) Graham, Bidwell: Tug of War, S.99.

36) So der Kommandeur des 143rd Infantry Regiment der 36th Division. Zit. nach Graham/Bidwell: Tug of War, S.95.

37) Morris: Salerno, S.305.

38) Lieutenant.-General Sir Oliver Leese: 3rd Baronet, 1894-1978, KG brit. XXX Corps September 1942-Dezember 1943, OB brit. 8th Army Dezember 1943-September 1944. Zu Leese Rowland Ryder, Oliver Leese, London 1987.

39) Molony, S.578-581.

40) Zu „Shingle“ siehe u.a. Lloyd Clark: Anzio. The Friction of War. Italy and the Battle for Rome 1944, London 2006; sowie Lamson, Maj. Roy, Jr.; Conn, Dr. Stetson (1948): Anzio 22 January-22 May 1944. CMH Online bookshelves: American Forces in Action Series. Washington: US Army Center of Military History. CMH Pub 100-10. http://www.army.mil/cmh/ books/wwii/anziobeach/anzio-fm.htm.

41) Zu Monte Cassino siehe v.a. Katriel Ben Arie: Die Schlacht bei Monte Cassino 1944. Einzelschriften zur militärischen Geschichte des Zweiten Weltkrieges Bd. 29, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, Freiburg 1985; sowie u.a. John Ellis: Cassino. The Hollow Victory. The Battle for Rome January-June 1944, London 1984.

42) Ben Arie, S.111.

43) Major General John P. Lucas, 1890-1949.

44) Molony, S.671-677.

45) Die Luftüberlegenheit der Allierten im Raum Anzio zwischen dem 22. Januar und 15. März 1944 lag konstant bei etwa 10:1, Wolf, S.208.

46) Major General, zuletzt General, Lucien K. Truscott, 1895-1965. Februar 1944-Oktober 1944 KG VI. US-Korps, Oktober-Dezember 1944 OB 15. US-Armee, Dezember 1944-Oktober 1945 OB 5. US-Armee.

47) Ben Arie, S.155.

48) Lieutenant General Sir Bernard Freyberg V.C., 1st Baron, 1889-1963. Zu Freyberg siehe W.G. Stevens: Freyberg V.C. The Man, Wellington (NZ), 1965; sowie Laurie Barber: Churchill’s Salamander, London 1990.

49) General, später Field Marshal Sir Henry Maitland Wilson, 1st Baron, 1881-1964. Januar-Dezember 1944 Supreme Allied Commander Mediterranean.

50) Ebd., S.518/19.

51) Major-General Francis Tuker, später Lieutenant.General, 1894-1967. Kommandeur der indischen 4th Division Dezember 1941-Februar 1944.

52) Clark, Calculated Risk, S.316.

53) Ben Arie, S.197 kommt zu dem Schluss, dass Freyberg für die Zerstörung des Klosters verantwortlich gewesen ist. Auch Tuker plädierte für die Zerstörung des Klosters, allerdings nur dann, wenn dem Luftangriff sofort der Angriff der Infanterie gegen den Klosterberg folgen würde, was jedoch nicht geschah. Ebd., S.196.

54) Clark: Calculated Risk, S.318.

55) Ben Arie, S.201.

56) Alanbrooke: Diaries, S.527.

57) Ellis: Cassino, S.221/222; Molony, S.785f.

58) Lediglich die 6. Kompanie und der Bataillonsstab überstanden die Bomben- und Artillerieangriffe und trugen maßgeblich zum deutschen Abwehrerfolg bei. Ben Arie, S.259-263.

59) Ben Arie, S.255.

60) Operation „Strangle“, Wolf, S.214.

61) Lieutenant General Wladyslaw Anders, 1892-1970. 1943-1945 KG II Polish Corps. Vgl. Wladyslaw Anders: An Army in Exile, London 1949.

62) Ben Arie, S.316.

63) Das französische Expeditionskorps bestand aus drei Infanteriedivisionen, einer Gebirgsdivision und drei Kampfgruppen.

64) Alphonse Juin, 1888-1967. Général et Maréchal de France. Chef du Corps Expéditionnaire Français en Italie 1943-1944.

65) Benannt nach dem General der Panzertruppe von Senger und Etterlin, 1891-1963. Oktober 1943-Mai 1945 KG des XIV. Panzerkorps.

66) Graham, Bidwell: Tug of War, S.340/341.

67) Major General Ernest Harmon, 1894-1979. April 1943-Juli 1944 Kommandeur 1. US-Panzerdivision, Januar 1945-Januar 1946 KG XXII. US-Korps.

68) Major General, später Lieutenant General John O’Daniel, 1894-1975. Januar 1944-Juli 1945 Kommandeur 3. US-Infanteriedivision.

69) Patton Papers, S.150.

70) Wolf, S.220.

71) Lieutenant General, später General Sir Charles Keightley, 1901-1974. Dezember 1943-August 1944 Kommandeur der britischen 78th Infantry Division, August 1944-Mai 1945 KG britisches V Corps.

72) Vom 1.1.-2.5.1945 flogen die alliierten Luftstreitkräfte im Rahmen von „Buckland“ insgesamt 60.563 Einsätze, bei denen 62.610 Tonnen Bomben abgeworfen wurden. Wolf, S.242.

73) Generaloberst Heinrich v. Vietinghoff genannt Scheel, 1887-1952. August 1943-Januar 1945 OB 10. Armee, zugleich 23. Oktober 1944-15. Januar 1945 in Vertretung OB Südwest, 15. März 1945-2. Mai 1945 OB Heeresgruppe C.

74) Schreiber, S.1161 korrigiert nach Zahlen des OKW.

75) Graham, Bidwell: Tug of War, S.403. Zahl von Alexander „reported in his final despatch“ während die US-Army auf 434.646 kommt.

76) Ebd., S.403.

77) Instituto Centrale Statistica, Morti e Dispersi per Cause Belliche Negli Anni 1940-1945, Rom 1957.

78) Ebd.