Ehemaliger General des United States Marine Corps besucht Landesverteidigungsakademie


Wien, 13. Februar 2018  - Am Dienstag besuchte der pensionierte General des US-Marine Corps, Anthony Zinni, den 21. Generalstabslehrgang an der Landesverteidigungsakademie.  

Der pensionierte General sprach zu dem Thema "Challenges of Interaction between the Levels of War - Preconditions for using the Military Instrument of Power before the First Shots are fired & Ways of obtaining clear Political Guidance on the 'What Then Question' before  opening Pandoras Box". General Zinni fokussierte in seinem Vortrag auf die Problematik des Zusammenwirkens der verschiedenen Führungsebenen, insbesondere die Schnittstelle zwischen Strategie, Militärstrategie und Operation.

Eingreifen in Krisenregionen bedarf langfristiger Strategien

Noch als Kommandant des US-"Central Commands", dem militärstrategisch verantwortlichen Kommando für den Nahen und Mittleren Osten sowie Teilen Nordafrikas, befasste sich General Zinni in einer Studie mit den möglichen Auswirkungen eines Sturzes des Regimes im Irak. 

Die Grundaussage war, dass ein schneller und zeitlich limitierter Einsatz des militärischen Machtinstruments möglich sei. Ohne eine entsprechende langfristige Strategie zur weiteren Entwicklung des Iraks würde die Region jedoch nachhaltig destabilisiert werden. 

In seiner Beraterfunktion für die damalige Bush-Administration im Jahr 2003 empfahl der mittlerweile pensionierte General folgerichtig, dass trotz einem zu erwartenden raschen militärischer Erfolg das Engagement im Irak ohne konkrete gesamtstaatliche Absicht über die Folgephase in einem Desaster enden wird.

Diskussionsrunde

Im Anschluss an den Vortrag fand eine angeregte Diskussion statt. General Zinni betonte, dass auch er durch die kritischen Fragestellungen der Lehrgangsteilnehmer einen Erfahrungsgewinn erzielte.

General Zinni hielt einen Vortrag vor Teilnehmern des 21. Generalstabslehrgangs.

Auch in der Pause wurde diskutiert.