Strategisches Denken im Zeitalter der Kulturkriege

Dan Schueftan


Der moderne Krieg stellt für die heutigen Mächte eine enorme Herausforderung dar, weil er soziale, wirtschaftliche und militärische Probleme des Staates berührt. Das Schlachtfeld dieser Konflikte ist heute ein anderes als in der Vergangenheit. In einer Zeit, in der man einerseits menschliches Leben und Lebensqualität über alles stellt, ist man gleichzeitig mit Gesellschaften konfrontiert, in denen Stammesnormen und Autoritäten nach grundsätzlich anderen Vorgaben handeln und sich nicht nach westlichen Werten betreffend Kultur und Lebensqualität orientieren, oder gar für ihre Kinder eine bessere Zukunft oder gar die Gleichberechtigung der Frauen anstreben, vielmehr gelten für die Feinde der Demokratie andere Normen.

 

 

 

 


Große Politik - Herrschaftsgeographie, Militärstruktur und Machtstruktur: Ein Überblick über den Objektbereich

Clemens Eicher


Ein Problembereich kann hier schlicht definiert werden als Bündel von mehreren möglichen Gestaltungsoptionen für einen bestimmten Ausschnitt der Realität, für welchen gilt, dass dieser die Zielsysteme von Staaten in ungleicher Weise berührt.


 

 

Die Arktis – Testfeld für eine neue, globale geopolitische Architektur unter besonderer Berücksichtigung von China

Von Jörg-Dietrich Nackmayr

 

Was die Arktis so interessant macht

Dieser Beitrag untersucht, was das Abschmelzen und mögliche Verschwinden des Eises in der Arktis innerhalb der kommenden Jahrzehnte für das geopolitische Gleichgewicht im Hohen Norden bedeuten wird und welche Konflikte daraus entstehen können. Dabei wird der Schwerpunkt der Analyse auf China liegen. Bisher war Chinas Erscheinen in der Arktis von der Literatur nicht angemessen gewürdigt worden. Durch einen andauernden, mehrjährigen Aufenthalt in Island wurde der Autor auf eine Entwicklung aufmerksam, die bisher nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit lag.

 

 

 

Research Note: Gegenelitäre Machtorganisation: Theoretische Grundlegung und Konzeption

Clemens Alexander Eicher und Robert Moser

 

Mit dem Ende der systemweiten Paktkonfrontation hat die aktuelle dritte Globalisierungswelle ab 1991 eingesetzt. Diese zunehmende Ausdehnung der Kreisläufe von Produktion, Verteilung und Finanz jenseits der nationalstaatlichen Grenzen bewirkte auch veritable Mitnahmeeffekte in den Bereichen Transport, Verkehr oder Kommunikation. Dieser relative Freilauf der zwischengesellschaftlichen Transaktionen ist kein Ergebnis einer Erosion von Regulationen, sondern ist als Output/Outcome von politischen Entscheidungsprozessen zu verstehen.


 

 

 

Zum Nutzen der Definition des Strategiebegriffes - eine perspektivische Betrachtung

Wolfgang Peischel

Zur Dichotomie von Denken und Handeln

Αθηνά wurde als Göttin der Weisheit, des Kampfes, der Kriegstaktik sowie der Strategie verehrt und galt als Schirmherrin der Künste und der Wissenschaft. Der Sage nach sei sie, sozusagen als „Kopfgeburt“, in voller Rüstung dem Haupt des Zeus entsprungen, nachdem Hephaistos es auf Geheiß des Göttervaters zerschlagen hatte. Somit kann die Göttin der Strategie auch als Inbegriff für Weisheit und das Denken an sich gesehen werden. Setzt man das „Denken“ in begrifflichen Gegensatz zum „Handeln“, so könnte dem Versuch, den Strategiebegriff zu erfassen, damit eine erste vage Richtung gegeben werden - weil Athena eben nicht dem Arm sondern dem Kopf des Zeus entsprungen ist.

 

 

 

„Zur Entwicklung eines Zweigespanns aus Militär- und Führungswissenschaft

von Wolfgang Peischel

Vor dem Hintergrund eines gegenwärtig deutlich diagnostizierbaren, allgemeinen Strategiedefizits in den Bereichen der Sicherheitspolitik und der gesamtstaatlichen Zielfindung aber auch der privatwirtschaftlichen Unternehmensführung und der sich daraus ableitenden Anforderungen an ein Fähigkeitsprofil für künftige Führungskräfte wird ...