37. Workshop der PfP-Consortium Studiengruppe “Regional Stability in South East Europe”


Heraklion/Kreta, 23 September 2018 – Von 20. bis 23 September 2018 fand in Heraklion/Kreta, Griechenland, der mittlerweile 37. Workshop der Partnership for Peace Consortium (PfPC) Studiengruppe „Regional Stability in South East Europe“ (RSSEE) unter dem Titel “Greece and Its Western Balkan Neighbours – Common Challenges in a Changing Europe“ statt. Der seit nunmehr 19 Jahren in Kooperation mit der Direktion für Sicherheitspolitik und der Landesverteidigungsakademie ausgerichtete Workshop soll Experten aus der Region als Plattform zum Austausch über die aktuelle Situation in Südosteuropa dienen.

Themenschwerpunkt: Griechenland und seine Nachbarstaaten

Der Schwerpunkt des 37. Workshops lag auf Griechenland und den Beziehungen zu seinen südosteuropäischen Nachbarstaaten. In vier Panels wurden von den rund 35 Teilnehmern diverser nationaler und internationaler Institutionen und Organisationen verschiedene Aspekte zu diesem Themenkomplex besprochen.

Zu Beginn wurde von Experten aus Albanien, Griechenland, Makedonien und der Türkei ein Überblick über die aktuell vorherrschende Situation in der Region und die transnationalen Beziehungen gegeben. In weiterer Folge widmete man sich spezifischen Fragestellungen, wie etwa den Herausforderungen für die europäische Migrations- und Flüchtlingspolitik durch irreguläre Migration, grenzüberschreitende Kriminalität und die schwierige humanitäre Lage vor Ort. Im Anschluss wurde auf die demographischen Entwicklungen in den südosteuropäischen Staaten eingegangen und ihre Einflüsse auf die sozioökonomische und politische Situation thematisiert. Letzter Schwerpunkt des Workshops lag auf Energiesicherheit, wobei unter anderem verschiedene, zum Teil in der Region noch nicht etablierte Energiequellen vorgestellt wurden. Die Experten befassten sich in diesem Zusammenhang außerdem mit den bestehenden regionalen Geschäftsbeziehungen und den damit einhergehenden geopolitischen Herausforderungen.

Abschließend wurden die einzelnen Themenkomplexe der Agenda noch einmal resümierend diskutiert und in weiterer Folge gemeinsam Ansätze zur Verbesserung der aktuellen Situation formuliert.

Vertrauensbildender Austausch auf wissenschaftlicher Ebene

Die Direktion für Sicherheitspolitik und die Landesverteidigungsakademie betreuen die internationale Studiengruppe im Rahmen des Partnership for Peace Consortium seit 1999. Zweimal im Jahr finden Workshops zu aktuellen sicherheitspolitischen Themen statt – einmal in Reichenau/Rax und einmal in der (erweiterten) Region Südosteuropa. Ein wichtiges Produkt dabei sind die von den Mitgliedern der Studiengruppe ausgearbeiteten Empfehlungen. Diese richten sich als Katalog von Vorschlägen an Entscheidungsträger in nationalen Regierungen, bei internationalen Stakeholdern sowie an die internationale Staatengemeinschaft und sollen den Prozess der Konfliktbeilegung in der Region unterstützen und vorantreiben.