Tagung – die NATO und die europäische Sicherheit

Welche Herausforderungen bestehen für die europäische Sicherheit und in welche Richtung entwickelt sich die NATO? Diesen Themen widmete sich eine Tagung, die am 21. Juni 2017 von der Botschaft der Tschechischen Republik zusammen mit dem Institut für Strategie und Sicherheitspolitik der Landesverteidigungsakademie veranstaltet wurde. Die tschechische Botschaft in Wien fungiert derzeit als „Kontakt-Botschaft“ der NATO in Österreich und wollte über die aktuellen Entwicklungen nach dem „Mini-Gipfel“ der NATO vom 25. Mai informieren.

Nach einleitenden Worten durch den tschechischen Staatssekretär Ivo Šrámek und den Kommandanten der Landesverteidigungsakademie, Generalleutnant Mag. Erich Csitkovits, berichteten Experten aus der Tschechischen Republik, Österreich und von der NATO über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen. Für Österreich stellt sich angesichts der Schwerpunktverlagerung der NATO von internationalen Friedenseinsätzen zurück zur militärischen Abschreckung die Frage, in welchen Bereichen die bisher gute und enge Kooperation seitens eines neutralen Staates weiterhin möglich ist. Erschwert wird die Zusammenarbeit im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden derzeit auch durch bilaterale Verstimmungen zwischen einigen Staaten.

Zu den Referenten gehörten die Sicherheitsdirektoren der beiden Staaten, die Gesandten Pavel Vacek und Gerhard Jandl, weiters Petr Chalupecký (der für multilaterale Bereiche zuständige Abteilungsleiter der NATO), Brigadier Reinhard Trischak (Leiter der Abteilung Militärpolitik im BMLVS) und der frühere tschechische Botschafter (u.a. in Washington und Moskau) Petr Kolář. Petr Luňák von der NATO referierte über russische Bedrohungsszenarien. Walter Posch sprach über Hintergründe der komplexen Gemengelage in Syrien und im Irak, während sein Kollege Oberst Anton Dengg (beide vom Institut für Friedenssicherung und Konfliktforschung der LVAk) über hybride Bedrohungen referierte.