"Terrorismus: Akteure - Methoden - Bekämpfung": Symposion an der Landesverteidigungsakademie


Wien, 25. Jänner 2018  - In Kooperation mit dem "Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies" an der Karl-Franzens-Universität Graz, der "Österreichischen Kulturvereinigung" und der "Gesellschaft für Politisch-strategische Studien" fand am Donnerstag das Symposion über Akteure, Methoden und Bekämpfung des Terrorismus an der Landesverteidigungsakademie statt. Der Kommandant der Akademie, Generalleutnant Erich Csitkovits, begrüßte zahlreiche interessierte Gäste.

Beleuchtung historischer Fälle

Anlass für diese Veranstaltung war die Erinnerung an die "Palmers-Entführung" vor 40 Jahren: Um Geld für deutsche linksextreme Terroristen zu erpressen, war der bekannte österreichische Industrielle Walter Palmers (1903 bis 1983) Ende 1977 entführt und erst nach Zahlung von 30,5 Millionen Schilling Lösung freigelassen worden. Es war dies einer der bekannteren, aber nicht der einzige Fall von terroristischen Aktionen auch in Österreich.

Irene Etzersdorfer bei ihren Ausführungen.

V.l.: Walter Posch, Daniele Pisoiu, Michael Dippelreiter, Eva Oberloskamp.

Parallelen und Unterschiede wurden analysiert

Gerade heute, wo fast jeden Tag von Anschlägen in Europa oder in anderen Kontinenten berichtet oder vor den Gefahren des internationalen Terrorismus gewarnt wird, ist es wichtig, sich dieser historischen Dimension zu erinnern und Parallelen und Unterschiede zur Gegenwart zu analysieren. Dies war die Aufgabe dieser Tagung, die auf eine Initiative von Professor Siegfried Beer (Universität Graz) und des Historikers Thomas Riegler, der sich schon in mehreren Publikationen diesen Fragen gewidmet hat, zurückging. Am Abend sprach Professor Wolfgang Kraushaar vom Hamburger Institut für Sozialforschung, einer der führenden einschlägigen Wissenschaftler.

Podiumsdiskussion

Über 100 Teilnehmer hörten die Vorträge von zehn Experten über historische wie aktuelle Aspekte dieses leider höchst aktuellen Themas. Im Anschluss an die Vorträge fand eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Erwin Schmidl, Leiter des Instituts für Strategie und Sicherheitspolitik an der Landesverteidigungsakademie, statt.

Ein Blick ins Publikum.