Gedenkmesse für Brigadier Gustav Habermann

 

Am Donnerstag, 8. März 2018,   wurde in einer feierlichen Messe in der Stiftskirche Brigadier Gustav Habermann gedacht, der am 10. März seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Brigadier Habermann war einer der Gründerväter der Gesellschaft für Politisch-Strategische Studien (STRATEG).

Initiiert wurde das Totengedenken von General in Ruhe Karl Majcen. Der Leiter der Führungsabteilung, Oberst Thomas Rapatz, nahm als Vertreter der Landesverteidigungsakademie an der Gedenkfeier teil.

Vor 100 Jahren in Graz geboren

Gustav Habermann wurde am 10. März 1918 als Sohn eines ehemaligen Rittermeisters und späteren Bankbeamten in Graz geboren. Er besuchte die Volksschule und das Realgymnasium in Graz, wo er am 8. Juni 1936 die Matura ablegte. Am 1. September 1936 rückte er als Einjährig Freiwilliger und Kanonier zum Leichten Artillerieregiment 5 in Graz ein. 1937 wurde er zur Theresianischen Militärakademie nach Wiener Neustadt versetzt, wo er seine Ausbildung zum Berufsoffizier in der Artillerieklasse begann.

Der Zweite Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkriegs diente Habermann  in unterschiedlichen Funktionen und nahm dabei am Polenfeldzug teil und war in Frankreich und Belgien sowie in Belgrad und Finnland eingesetzt. Von Jänner 1945 bis Mai 1945 diente er als Abteilungsführer und Verbindungsoffizier zu ungarischen Stäben in der Slowakei, in Oberschlesien, und Mähren und in Böhmen.

Die feierliche Gedenkmesse in der Stiftskirche.

Vom 9. Mai 1945 bis zum Oktober 1947 befand sich Gustav Habermann in amerikanischer und russischer Kriegsgefangenschaft. Für seinen Kriegseinsatz wurde Habermann mit dem Eisernen Kreuz der 1. und 2. Klasse, dem Verwundetenabzeichen in Schwarz, dem Sturmabzeichen und der Ostmedaille ausgezeichnet.

Rückkehr zum Österreichischen Bundesheer

Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft arbeitete Habermann mehrere Jahre in der Privatwirtschaft bevor er 1953 seinen Dienst in der B-Gendarmerie antrat. Innerhalb des Bundesheeres übte er verschiedene Funktionen aus ehe er 1968 zum Brigadier ernannt wurde. Ab 1978 war er Leiter der Generalstabsgruppe A im Generaltruppeninspektorat. Brigadier Habermann verstarb am 11. Februar 1980 im Dienst. Im Laufe seiner Dienstzeit beim ÖBH wurde er mit dem Bundesheerdienstzeichen 1., 2. und 3. Klasse, der Spange zum Bundesheerdienstzeichen 3. Klasse, dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich sowie dem Kommandeurskreuz des Nationalen Verdienstordens durch den Präsidenten der französischen Republik ausgezeichnet.