D-A-CH Kommandantengespräche an der Landesverteidigungsakademie

 

Wien, am 12.6.2018. Die intensiven Kontakte, die zahlreiche Dienststellen des Bundesheeres auf D-A-CH-Ebene (Deutschland – Österreich – Schweiz) unterhalten, sind ein wichtiger Teil erfolgreicher internationaler Kooperationen. Einmal im Jahr treffen einander in diesem Rahmen auch die Kommandanten der höchsten militärischen Bildungseinrichtungen dieser drei Staaten. Auf Einladung des Kommandanten der Landesverteidigungsakademie, Generalleutnant Erich Csitkovits, fanden die Gespräche heuer in Wien statt. Der Kommandant der Höheren Kaderausbildung der Schweizer Armee, Divisionär Daniel Keller, und der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Brigadegeneral Oliver Kohl kamen zu den Arbeitsgesprächen an die Akademie.

Erfahrungsaustausch und Weiterentwicklung der Lehre

Im Zentrum des Treffens stand der gegenseitige Informationsaustausch über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in den jeweiligen Streitkräften mit einem Schwergewicht im Bereich der Offiziersausbildung.

Die Schweiz steht mitten in der „Weiterentwicklung der Armee“ mit den Schlagworten: Höhere Bereitschaft, effektivere Kaderausbildung, vollständige Ausrüstung und regionale Verankerung. Dies hat natürlich einen unmittelbaren Effekt auf den gesamten Ausbildungsbereich. Die Führungsakademie wiederum bekam einen neuen Auftrag als „Denkfabrik“ der Bundeswehr und muss diesen zusätzlich zur aktuellen Entwicklung in der höheren Offiziersausbildung umsetzen.

Die Landesverteidigungsakademie Wien wurde kürzlich zur "Leitakademie" im Rahmen des "Wirkungsverbundes Militärhochschule". Sie bildet das Zentrum der militärwissenschaftlichen Forschung und Bildung im Österreichischen Bundesheer, zusammen mit der Theresianischen Militärakademie sowie der Heeresunteroffiziersakademie. Diese Aufgabe nimmt sie im Netzwerk mit zahlreichen universitären Forschungs- und Bildungseinrichtungen im In- und Ausland wahr.

Besuche bei der Truppe und im Analysezentrum

Abgerundet wurde dieser inhaltliche Teil durch den Besuch einer Übung der 4. Panzergrenadierbrigade am Führungssimulator in Weitra sowie die Präsentation des „virtuellen, vernetzten, papierlosen Klassenzimmers“ am Sprachinstitut des Bundesheeres und des Analysezentrums des Instituts für Friedenssicherung und Konfliktmanagement.

Als Ergebnis dieser in sehr freundschaftlicher Atmosphäre durchgeführten Gespräche wurde die Bereitschaft hervorgehoben, die traditionell hervorragende Kooperation zwischen den drei Institutionen zu vertiefen. Des Weiteren sollen der äußerst erfolgreiche Austausch von Lehr- und Ausbildungspersonal sowie die gegenseitige Teilnahme an Kursen und Lehrgängen fortzusetzt werden.

 

Brigadegeneral Oliver Kohl, Generalleutnant Erich Csitkovits, Divisionär Daniel Keller.

Die Kommandanten erhielten ein Briefing.

Zu Besuch bei einer Übung der 4. Panzergrenadierbrigade.