Die Piaveschlacht: 100-jähriges Gedenken

 

Wien, 19. Juni 2018  - Im Rahmen einer Vortragsveranstaltung anlässlich des 100-jährigen Gedenkens an die Piaveschlacht lud Dienstagabend  der Verein der Freunde der Landesverteidigungsakademie in die Sala Terrena der Landesverteidigungsakademie ein. Der Kommandant der Akademie, Generalleutnant Erich Csitkovits, begrüßte die interessierten Gäste. Der Leiter des Instituts für Strategie und Sicherheitspolitik, Erwin A. Schmidl, eröffnete mit einem einleitenden historischen Abriss die Veranstaltung.     

Mittelmächte kämpften mit Versorgungsschwierigkeiten

Der Historiker Peter Schubert, der sich eingehend wissenschaftlich mit der Piaveschlacht auseinandergesetzt  hat, referierte über die Vorgeschichte und den Verlauf des Kampfgeschehens.  Mit dem Durchbruch in der 12. Isonzoschlacht im November 1917 und dem siegreichen Ende des Krieges an der Ostfront mit den Friedensschlüssen von Brest-Litowsk im März 1918 schien die Kriegslage für die Mittelmächte im Frühjahr 1918 gar nicht so schlecht zu sein. Allerdings machten sich mit Versorgungsschwierigkeiten, Hungersnot und Streiks im Hinterland zunehmend innere Probleme bemerkbar. Um noch vor dem Eintreffen großer US-Verstärkungen eine Entscheidung in Europa zu erzwingen, entschloss sich das Deutsche Reich zu einer letzten großen Frühjahrsoffensive an der Westfront ab 21. März 1918, die sich aber nach einigen Anfangserfolgen festlief.

Die Endphase des Krieges an der Südfront

Brigadier in Ruhe Horst Walther, Präsident des Vereins der Freunde der Landesverteidigungsakademie, analysierte abschließend den Kräfteansatz der k.u.k. Truppen im Juni 1918. Im Juni versuchte Österreich-Ungarn, an der italienischen Front ebenfalls anzugreifen, doch scheiterte auch dieser Versuch, das Kriegsglück zu wenden. Im Oktober 1918 bildeten sich die verschiedenen Nachfolgestaaten der Donaumonarchie, darunter auch die Republik Deutschösterreich. Österreich-Ungarn unterzeichnete am 3. November in der Villa Giusti bei Padua einen Waffenstillstand; das Deutsche Reich folgte am 11. November.



Der Historiker Peter Schubert referierte über den Verlauf der Schlacht.


Brigadier in Ruhe Horst Walther bei seinen Ausführungen.