"Zwei Minuten vor zwölf? Zur nuklearen Lage der Welt" - Seminar an der Landesverteidigungsakademie


Wien, 21. Juni 2018  - Am Mittwoch fand die Abschlussveranstaltung des diesjährigen Seminars der Landesverteidigungsakademie und der Universität für Bodenkultur statt. Bereits zum wiederholten Male ging die erfolgreiche Kooperation zwischen den beiden Institutionen vonstatten.

Diskussionsabend mit Experten

Das Seminar widmete sich heuer dem Thema "Zur nuklearen Lage der Welt. Globaler Wandel und Nachhaltigkeit und deren sicherheitspolitische Relevanz".  Unter der Leitung von Brigadier Walter Feichtinger, Leiter des Instituts für Friedenssicherung und Konfliktmanagement an der Landesverteidigungsakademie, diskutierten zahlreiche Experten und Studierende über aktuelle Entwicklungen innerhalb der zivilen und militärischen Nutzung von Kernenergie.

Von zivil bis militärisch, von Nordkorea bis Österreich

Thomas Pankratz, vom Institut für Strategie und Sicherheitspolitik an der Landesverteidigungsakademie, eröffnete die Podiumsdiskussion zum Thema "Zwei Minuten vor zwölf? Zur nuklearen Lange der Welt". Pankratz stellte dabei aktuelle Zahlen zum weltweiten nuklearen Potenzial vor.

Petra Seibert von der BOKU erläuterte die zivile Nutzung von Kernenergie sowie deren Janusköpfigkeit vor dem Hintergrund des Klimaschutzes. Seminarteilnehmer veranschaulichten die Pro- und Contra-Argumente von Staaten hinsichtlich des Besitzes von Atomwaffen anhand der Fallbeispiele Saudi-Arabien und Nordkorea.

Alfred Gerstl, vom Austria Institut für Europa und Sicherheitspolitik, ging in seinen Ausführungen näher auf das brisante Fallbeispiel Nordkorea ein. Botschafter Thomas Hajnoczi vom Außenministerium legte abschließend noch die österreichische Position zur Thematik vor.

Spannende Podiumsdiskussion

Es entwickelte sich rasch eine spannende Diskussion über die derzeit vorherrschende nukleare Lage der Welt und das Bedrohungspotenzial. Fazit des Abends war, dass eine nuklearwaffenfreie Welt ein noch weit entferntes Ziel darstellt und im Grunde niemand ganz sicher sei vor den Risiken der Kernenergie.

Generalleutnant Erich Csitkovits begrüßt die Gäste.


Ein Blick auf das Podium.