Heimliches Herzstück des Bundesheers feiert Geburtstag

20 Jahre Führungssimulation im ÖBH

 

Wien, 05. Juli 2018. Mit einem Festakt im Rathaussaal in Weitra feierte das Österreichische Bundesheer das 20 jährige Bestehen des Führungssimulators. Generalleutnant Erich Csitkovits, Kommandant der Landesverteidigungsakademie Wien, durfte zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüßen. Der Führungssimulator in Weitra ist eine wesentliche Ausbildungsstätte der Landesverteidigungsakademie.

Festakt im Rathaus

Generalleutnant Erich Csitkovits ging in seiner Begrüßungsrede auf die zentrale Bedeutung des Führungssimulators als Ausbildungsinstrument des Bundesheeres ein. Der Führungssimulator wird in der Ausbildung von Kommandanten und Stäben im „Führen des Kampfes der verbundenen Waffen“ eingesetzt. Das bedeutet, dass Gefechtsbilder und realistische Zeitabläufe in einem realen Gelände simuliert und geübt werden können, ohne tatsächlich Soldaten und Gerät vor Ort zu haben - dies spart Kosten. Aufgrund der Mehrparteienfähigkeit und dem Ereignismodell können unterschiedliche Szenarien geübt werden, die die Teilnehmer vor diverse Herausforderungen stellen, die es mitunter unter Zeitdruck zu lösen gilt. Generalleutnant Johann Luif, Leiter der Generalstabsdirektion, ging in seinen Grußworten ebenfalls auf die große Bedeutung des Simulators als Instrument der computerunterstützten Führungsausbildung ein, von der taktischen bis zur operativen Ebene.

Vorführung des Führungssimulators

Im Anschluss an den Festakt ging es zu einer Vorführung zum Führungssimulator in die Kuenringerkaserne. Oberst Franz Zwettler, Kommandant des Führungssimulators, bot den Gästen eine eindrucksvolle Präsentation und zeigte das Leistungsvermögen und die vielfältigen Einsatzbereiche des Simulators.

Der Führungssimulator – ein bewährtes System

Am 12. November 1998 erfolgte die feierliche Eröffnung des Führungssimulators, damals noch in Neulengbach. Das Bundesheer folgte damit einem international erfolgreichen Trend, dem Einsatz von computerunterstützen Simulationsmodellen in der Ausbildung. Neben den Lehrgängen der Akademie üben hier alle Verbände des Bundesheeres, vom Bataillon bis zur Brigade. Aktuell können bis über 32.000 Spielelemente auf dem Rechner abgerufen werden. Das hochmoderne Ausbildungssystem wird aber auch von Blaulichtorganisationen zur gemeinsamen Führungsausbildung mit dem Bundesheer, besonders in Hilfseinsatz-Szenarien, genutzt. Damit wird der gesamtstaatliche Einsatz und das Zusammenwirken im Interesse der Republik geübt – um Schutz und Hilfe zu gewährleisten.