Strategic Gaming: "Zur nuklearen Lage der Welt"

Wien, 15. November 2018  - Von 13. bis 15. November fand an der Landesverteidigungsakademie das Strategic Gaming 2018 unter der Leitung von Thomas Pankratz vom Institut für Strategie und Sicherheitspolitik an der Landesverteidigungsakademie und Oberst Franz Sitzwohl von der Militärvertretung Brüssel statt. Grundannahme war die nukleare Lage in der Welt. Gewählt wurde dieses Thema wegen des 50-jährigen Jubiläums des Atomwaffensperrvertrages und der brisanten weltpolitischen Entwicklungen in diesem Bereich.

Teilnehmende Organisationen und Institutionen

Insgesamt nahmen 121 Personen von unterschiedlichen Organisationen und Institutionen (Verteidigungs- und Innenministerium, Diplomatische Akademie, Uni Wien, Fachhochschule Wiener Neustadt und weitere Institutionen) an der Veranstaltung teil, um im Rahmen von Gruppen- und Plenardiskussionen die nukleare Lage der Welt zu analysieren und zu bewerten. Für die Teilnehmer des 21. Generalstabslehrgangs und des Masterstudiengangs "Strategisches Sicherheitsmanagement 2017" bildete das Strategic Gaming den Abschluss der Strategieausbildung. 

Zielsetzungen

Das Üben von Denken in strategischen Kategorien, das bedeutet das erfolgsorientierte Kalkulieren von Zielen und Mitteln unter Bedachtnahme auf die strategisch relevante Umwelt war die zentrale Zielsetzung dieses Planspieles. Durch das Arbeiten in interdisziplinären Teams konnten die Teilnehmer auch unterschiedliche Organisationskulturen kennenlernen.

Geübt wurde auf der institutionellen Ebene von Staaten und regionalen beziehungsweise internationalen Organisationen. Die Teilnehmer übernahmen zugewiesene Rollen und vertraten dementsprechend auch die Positionen und Interessen der bespielten 15 Akteure hinsichtlich der zivilen und militärischen Nutzung von Kernenergie, in einer entsprechenden, simulierten Sondersitzung.

Die zentrale Aufgabe der Teilnehmer war die strukturierte Herausarbeitung der eigenen Position in Bezug auf das der Annahme zugrunde liegende Thema allgemein und bezüglich der anderen Akteure im Speziellen. Dies geschah durch die Bearbeitung von Checklisten, der Erstellung von Lagebildern sowie durch die Abgabe und Kommentierung von Statements und Erklärungen.

Die nukleare Lage der Welt wurde in Gruppendiskussionen analysiert.

Visitationen

Von den Leistungen der Teilnehmer überzeugten sich vor Ort der Kommandant der Landesverteidigungsakademie, Generalleutnant Erich Csitkovits, der Leiter der Sektion IV., Generalleutnant Karl Schmidseder, der Generalsekretär des Innenministeriums Peter Goldgruber sowie Sarah Meisenberger als Vertreterin der Fachhochschule Wiener Neustadt.

Die Teilnehmer vor der Landesverteidigungsakademie.