Bolyai-János-Gedenkfeier

Wien, 21. November 2018  - Am Mittwoch  fand die jährliche Gedenkveranstaltung für den ehemaligen Kadetten János Bolyai (1802-1860) in der Landesverteidigungsakademie statt. Das Österreichische Bundesheer und die Bolyai János Honvéd Stiftung gedenken damit einem bedeutenden Mathematiker aus dem Stand der k.u.k. Armee des 19. Jahrhunderts. Bolyai absolvierte seine Studienzeit und seine Offizierslaufbahn an der Ingenieursakademie, die damals in der Stiftskaserne in Wien, dem heutigen Sitz der Landesverteidigungsakademie, untergebracht war.

Einer der bedeutendsten Mathematiker

Der ungarische Mathematiker und k.u.k. Geniehauptmann János Bolyai legte Mitte des 19. Jahrhunderts mit seiner als "nicht-euklidische Geometrie" bekannten absoluten Geometrie des Raumes den Grundstein für eine neue Ära in der Mathematik und Geometrie. Seine Erkenntnisse bildeten den Ausgangspunkt für neue Wissenschaftsdisziplinen und sind auch eine wesentliche Grundlage für die allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein. Zu Lebzeiten erhielt Bolyai nicht die ihm zustehende internationale Anerkennung. Heute gilt er jedoch als einer der wichtigsten Mathematiker der Geschichte.

Gedenkgottesdienst

Zu Ehren des großen Mathematikers wurde zu einer  Messfeier in der Stiftskirche geladen. Diese wurde gemeinsam von einem österreichischen Militärgeistlichen und einem ungarisch-katholischen und einem ungarisch-protestantischen Militärseelsorger abgehalten. Anschließend fand eine Kranzniederlegung durch die ungarische Delegation, bestehend aus einem Vertreter der ungarischen Botschaft in Wien, den für Österreich zuständigen ungarischen Militärattaché und eine Abordnung von der Fakultät der Militärwissenschaften an der Nationalen Universität für den Öffentlichen Dienst, Mitgliedern der Bolyai János Honvéd-Stiftung und Vertretern des Bundesheeres statt. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier durch ein Bläserensemble der Gardemusik. 

Die Messe wurde von den drei Geistlichen in der Stiftskirche gelesen.

Die Kadetten vor der Büste von Bolyai János.