Wirkungsverbund Militärhochschule: Neue Wege in der Ausbildung

Wiener Neustadt, 30. November 2018  - Die Kommandanten der drei Akademien des Bundesheeres - Generalleutnant Erich Csitkovits von der Landesverteidigungsakademie Wien, Generalmajor Karl Pronhagl von der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt und Brigadier Nikolaus Egger von der Heeresunteroffiziersakademie in Enns - unterschrieben am Freitag ein gemeinsames Positionspapier zur Aneignungsdidaktik. Die Unterzeichnung fand in den Räumlichkeiten der Militärakademie in Wiener Neustadt statt.

Wirkungsverbund Militärhochschule

Die Landesverteidigungsakademie ist die "Leitakademie" im Rahmen des "Wirkungsverbundes Militärhochschule" und bildet das Zentrum der militärwissenschaftlichen Forschung und Bildung im Österreichischen Bundesheer, zusammen mit den beiden anderen Akademien. Diese Aufgabe nimmt die Landesverteidigungsakademie im Netzwerk mit zahlreichen universitären Forschungs- und Bildungseinrichtungen im In- und Ausland wahr.

Die Zusammenarbeit der drei Akademien des Bundesheeres unter dem Dach als "Wirkungsverbund Militärhochschule" dient vor allem dem Zweck, Synergien zu erzielen und diese optimal zu nutzen.

Die Kommandanten der Akademien, v.l.: Generalmajor Karl Pronhagl, Generalleutnant Erich Csitkovits, Brigadier Nikolaus Egger.

Optimierung der Ausbildung

Im Wirkungsfeld "Methodik und Didaktik" befasst man sich mit gemeinsamen Möglichkeiten zur Optimierung der Ausbildung.

Die Aneignungsdidaktik verfolgt das Ziel einer möglichst optimalen Aneignung von Wissen, Fertigkeiten oder Kompetenzen durch die Lernenden bzw. des Schaffens der bestmöglichen Rahmenbedingungen dafür durch die jeweils verantwortlichen Institutionen. Das Erreichen einer möglichst hohen Selbstständigkeit beim Lernen in Form einer Aneignungskompetenz wird von vornherein angestrebt und ist das eigentliche Ziel didaktischen Handelns.

Im Positionspapier werden unter anderem folgende Grundsätze als Richtlinie festgehalten:

  • Eine konsequente Steigerung der Aneignungskompetenz bei Lernenden,
  • die stetige Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsperspektive in allen Bildungsfragen,
  • die Befähigung der Lehrkräfte zur Gründung von Lernpartnerschaften mit den Lernenden,
  • die Ausrichtung des didaktischen und methodischen Denkens und Handelns an Lernergebnissen.

Mit dem Positionspapier soll eine gemeinsame Vorgangsweise zur schrittweisen Optimierung von Ausbildung und Lehre festgelegt werden.